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Stadtwerke Brilon: Wasserversorgnung, Abwasserentsorgung, Nahwärmeversorgung, Straßen und Wege, Gewässer, Betriebsführung Bauhof. Logo der Stadtwerke Brilon
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Brilon kauft das RWE-Gasnetz und steigt in die eigene Gasversorgung ein

Wertschöpfung bleibt in Brilon – Eigene Stadtwerke werden gestärkt


Der Rat der Stadt Brilon hat am 24.02.2010 einstimmig beschlossen, das im Stadtgebiet Brilon vorhandene Gasnetz von der RWE zu erwerben und zukünftig auch in den Gasvertrieb einzusteigen.

Ein reibungsloser Übergang wird allein schon dadurch gewährleistet, dass Brilon mit einem kommunalen Partner, dem Zweckverband Energie Waldeck-Frankenberg (EWF), der über langjährige Erfahrung im Energiegeschäft verfügt, zusammenarbeitet. Dadurch ist die Versorgung ab der ersten Minute gesichert. Der Zweckverband EWF, an dem der Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie die Städte Korbach und Fritzlar beteiligt sind, hat seinen Sitz in Korbach.

Durch die Gründung einer neuen gemeinsamen Gesellschaft, an der die Stadt Brilon 74,9 % der Gesellschaftsanteile hält, profitiert Brilon von den Erfahrungen der EWF und kann durch die örtliche Nähe auch Synergien nutzen, die dann wiederum den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Brilon zugute kommen. Ein bereits in der Gaswirtschaft tätiger Partner wie die EWF trägt entscheidend zum Erfolg eines solchen Unternehmens bei. In Summe stärkt diese neue Gesellschaft die ansässige Stadtwerke Brilon AÖR. Die neue Gesellschaft ist als Ansprechpartner vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger da und wird diese in Zukunft auch mit günstiger Energie versorgen.

Überaus wichtig war bei der Entscheidungsfindung des Rates der Stadt Brilon auch, dass die Wirtschaftlichkeit des Netzerwerbs durch einen neutralen Gutachter berechnet wurde und diese Wirtschaftlichkeitsberechnung zahlreiche Sicherheiten enthielt.

Mit der zukunftsweisenden Entscheidung des Rates der Stadt Brilon wird auch zusätzliches städtisches Vermögen geschaffen und ein deutliches Mitspracherecht in der Energiepolitik der Stadt Brilon eingeräumt. Nicht zu unterschätzen ist auch die erhebliche Stärkung der Infrastruktur und die lokale Wertschöpfung, die durch die Einbindung der heimischen Wirtschaft, z. B. bei Auftragsvergaben in der Region, entsteht. Gewinne kommen den Briloner Bürgerinnen und Bürgern direkt zugute und werden nicht an fremde Aktionäre ausgeschüttet.



Mitteilung


Mitteilung Städte- und Gemeindebund NRW vom 19.11.2009:

 Arzneimittel im Abwasser
 

In der jüngsten Vergangenheit ist erneut die Diskussion über Arzneimittel-Rückstände im Abwasser aufgeflammt. Hierzu ist in § 7 Abs. 2 Nr. 16 der Muster-Abwasserbeseitigungssatzung des Städte- und Gemeindebundes (Stand März 2008) ausdrücklich geregelt worden, dass in die öffentliche Abwasseranlage keine Medikamente und pharmazeutischen Produkte eingeleitet werden dürfen.

Es empfliehlt sich deshalb unter anderem eine Aufklärung und Information der Bürgerinnen und Bürger darüber, dass Reste von Arzneimitteln über die Restmülltonne zu entsorgen sind, weil sie dann regelmäßig in Müllverbrennungsanlagen beseitigt werden.

Insbesondere ist es kein Umweltschutz, wenn z. B. kleine Glasflaschen mit Resten des Antibiotikums im Waschbecken ausgespült werden, um diese kleinen Glasflaschen in den Glascontainer werfen zu können oder nicht benutzte Tabletten in der Toilette schlichtweg herunter gespült werden.

Die Kläranlagen sind grundsätzlich nicht darauf ausgelegt, die Reste von nicht eingenommenen oder ungebrauchten Medikamenten vollständig aus dem Abwasser zu entfernen. Der Entsorgungsweg über das Restmüllgefäß ist daher eindeutig der richtige und umweltgerechte Entsorgungsweg.