Energie aus Wind - Stadtwerke Brilon setzen auf Windkraft!

 

Warum ist der Ausbau der Windkraft von so wichtiger Bedeutung?  

Die Energiewende betrifft uns alle und findet spätestens seit der Reaktor-Katastrophe von Fukushima auch in der Bevölkerung eine große Akzeptanz. Das Ziel im Erneuerbare-Energien-Gesetz besagt, dass bis 2050 achtzig Prozent des in Deutschland benötigten Stroms mit Hilfe von Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Energien produziert werden soll. Die Infrastruktur dafür kann nur geschaffen werden, wenn die Mehrheit der Bevölkerung im Land zur Energiewende steht und ihr Akzeptanz schenkt. Im Mittelpunkt der Energiewende stehen Wind und Solar. Beide sind kostengünstig und haben das größte Potenzial.

Was deutet dies für die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen?

Gemäß dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen soll NRW nicht nur Energieland Nummer eins sein, sondern auch zum Klimaschutzland Nummer eins, durch Energiesparen und den Ausbau erneuerbarer Energien werden. Zu den wichtigsten erneuerbaren Energien für NRW zählt unter anderem die Windkraft. Dies wurde mit dem Windenergie-Erlass aus 2011 mit der letzten Fassung aus November 2015 von der Landesregierung noch untermauert. Ziel ist es, feste Vorrangzonen je Region für Windenergieanlagen zu nutzen.

Warum Setzen auch die Stadtwerke Brilon zukünftig auf Windenergie?

Die Stadtwerke Brilon wurden von der Stadt Brilon beauftragt, den Einstieg in die Windenergie vorzubereiten. Für dieses Vorhaben haben sowohl der Verwaltungsrat der Stadtwerke Brilon, als auch der Rat der Stadt Brilon die entsprechenden Beschlüsse gefasst.

Für die Energiewende ist die Windkraft unerlässlich, weshalb sich die Stadtwerke Brilon dazu entschlossen haben, gemeinsam mit Partnern in Windenergieerzeugungsanlagen zu investieren, um mit erneuerbaren Energien einen eigenen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Zudem wollen wir die Energiewende nicht überregionalen Mitstreitern oder gar den "Energie-Riesen" überlassen, so Axel Reuber, der Geschäftsführer der Stadtwerke Brilon. So können wir selbst für unsere Region bestimmen und der Ertrag kommt auch wieder der Stadt, den Bürgern und somit der Region zu Gute. Denn die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir gemeinsam daran arbeiten!

Könnten die Satdtwerke Brilon nicht ganz auf den BAU von Windenergieerzeugungsanlagen verzichten?

Wenn die Stadtwerke Brilon auf den Bau von Windenergieerzeugungsanlagen verzichten würden, hieße das nicht, dass keine Windräder im Stadtgebiet Brilon entstehen.

Nach jetzigen Erkenntnissen liegen alle rechtlichen, wirtschaftlichen und sonstigen Voraussetzungen vor, die für eine Windkraft-Nutzung in den Windvorrangzonen erforderlich sind. Sollten die Stadtwerke Brilon auf den geplanten Bau verzichten, würde ein anderer Investor Windenergieerzeugungsanlagen in dem dafür vorgesehenen Gebiet bauen und betreiben.

Um was für Windräder handelt es sich - welche Leistung haben diese?

Gegenstand des Bauantrages ist die Errichtung und der Betrieb von insgesamt sechs Windenergieanlagen:

  • 5 Anlagen vom Typ Vestas V126- 3.45 mit jeweils 3.450 kW Nennleistung
    • Höhe: 212m
    • Nabenhöhe: 149m
    • Rotorradius: 63m
    • Rotordurchmesser: 126m
    • Einschaltgeschwindigkeit: 3,0 m/s
    • Nennwindgeschwindigkeit: 12,0 m/s
    • Abschaltgeschwindigkeit: 22,5 m/s
  • 1 Anlage vom Typ Vestas V117- 3.45 mit jeweils 3.450 kW Nennleistung
    • Höhe: 175m
    • Nabenhöhe: 116,5m
    • Rotorradius: 58,5m
    • Rotordurchmesser: 117m
    • Einschaltgeschwindigkeit: 3,0 m/s
    • Nennwindgeschwindigkeit: 12,5 m/s
    • Abschaltgeschwindigkeit: 25,0 m/s

 

 

Wer ist am Bau der Windräder beteiligt?

Zum einen öffentlich-rechtliche Investoren und zum anderen eine Privatperson. Fünf der sechs Windräder bauen die Stadtwerke Brilon mit dem hessischen Partner Verbands-Energie-Werk, Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH aus Korbach und eines die Firma PHILMA Ventus. Hinter der Firma PHILMA Ventus steht eine Familie, der auf der Haar ein Teil der zum Bau benötigten Flächen gehört. Die weiter benötigten Flächen befinden sich im Besitz der Stadt Brilon, der Kirche und in privatem Eigentum. Für die gemeinsame Infrastruktur des Windparks schließen sich die Investoren zu einer eigenen Gesellschaft zusammen.

Finanziert wird das gesamte Projekt gemeinsam von der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten, der Sparkasse Hochsauerland und der Volksbank Paderborn.

Nach der Fertigstellung der Anlage soll ein Windrad als Bürgerwindrad realisiert werden, so der bisherige politische Wille. Die Art und Weise der Beteiligungsmöglichkeit wird aktuell noch abgestimmt.

Wie wird der Windstrom vermarktet?

Der Windstrom wird über die sogenannte Direktvermarktung direkt an der Strombörse vermarktet.

 

Weitere Informationen zu dem Projekt werden hier nach und nach veröffentlicht.

Bei Fragen schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an: windkraft@brilon.de

Windvorrangzonen für Windenergieerzeugungsanlagen und Standorte der Windenergieanlagen

(Abb.1) Standorte der Windenergieanlagen 1-6

(Abb.2)4 Windvorrangzonen für Windenergieerzeugungsanlagen Stand_07072016

(Abb.3) Windvorrangzone 1 Stand 23022016

(Abb.4) Verteilung WEA Altenbüren Stand 23022016

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